Der chinesische Kurator, Bildhauer und Konzeptkünstler Ai Weiwei ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Künstler. Er ist ein Menschenrechtler und für seine provokative Kunst und seine regime- und politik-kritischen Äußerungen und Aktionen bekannt. Die chinesische Regierung hat im Laufe der Jahre mehrfach versucht, ihn mittels fingierter Vorwürfe mundtot zu machen.

2009 wurde sein Blog gesperrt, 2010 sollte das Gebäude seines Ateliers geräumt werden und man forderte ihn auf, die Kosten des Abrisses zu übernehmen. 2010 wurde er an der Ausreise gehindert und 2011 inhaftiert. Nur durch internationalen politischen Druck wurde Ai Weiwei unter Auflagen wieder freigelassen. Eine Ausreise war ihm erst 2015 möglich.

Die künstlerische Ausbildung

Er wurde am 28. August 1957 in Peking als Sohn des chinesischen Dichters, Malers und Regimekritikers Ai Qing geboren. 1978 begann er ein Filmstudium an einer Pekinger Akademie. Schon ein Jahr später wurde er zum Mitbegründer der Stars Group, die mit der Kunst nach dem althergebrachten chinesischen Verständnis brechen wollte. Zwischen 1981 und 1983 lebte und arbeitete er vorwiegend in New York. Seinerzeit beschäftigte er sich im mit Performance, Konzeptkunst, Dadaismus und Pop Art. 1983 erhielt er zunächst ein Stipendium an der New Yorker Designschule Parsons School of Design. Seit 1993 lebte und arbeitete er wieder in Peking im Kunstbezirk Dashanzi. 1994 gründete er eine Galerie für experimentelle Kunst.

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